50 Jahre TCO on Tour!
Dieses Jahr konnten wir wieder eine großartige Vereinsfahrt ans Mittelmeer erleben. Schon im Vorfeld wurde mit Begeisterung im Internet und bei der Jubiläumsfeier des Tauchclubs für diese Reise geworben und das Interesse vieler Vereinsmitglieder geweckt. Am 25. Oktober trafen sich 14 Teilnehmer am Abend auf der malerischen Insel Elba zu einem köstlichen Pizzaessen – die Vorfreude auf die bevorstehenden Tauchgänge war allen deutlich anzumerken.
Nachdem Check-in auf der Tauchbasis ging es gleich mit dem Bus zur nahegelegenen Bucht, von wo aus unser Boot ablegte. Für einige Teilnehmer war dies ihr erster Tauchgang im offenen Meer. Der Tauchplatz „Scoglio che bara – Die gelbe Wand“ beeindruckte mit einer reichen Flora und Fauna, die die Neulinge mit großen Augen erkundeten.

Am nächsten Tag erlebten wir beim Tauchen, dass das Tauchen im Meer deutlich anders ist als in unseren heimischen Seen. Die ungewohnte Strömung und der Wellengang forderten uns heraus, aber wir ließen uns davon nicht abhalten und erkundeten ausgiebig die faszinierende Unterwasserwelt. Barrakudas huschten geschwind vorbei, und die ein oder andere Muräne lugte neugierig aus ihrem Versteck.

Am Abend unternahmen wir einen kleinen Rundgang durch den malerischen Ort Capoliveri. Die atemberaubende Aussicht über die Insel und die idyllischen Gassen entzückten alle Teilnehmer. Bei einem reichhaltigen Abendessen in einer Trattoria diskutierten wir angeregt über die Erlebnisse der Tauchgänge.
Für den nächsten Tag stand eine Fahrt zu einem Wrack bei Pomonte auf dem Plan. Der kurvenreiche Weg führte uns an der Südseite der Insel entlang. Nach unserer Ankunft stärkten wir uns zunächst in einer Bäckerei, bevor es ins Wasser ging. Nach einer kurzen Schwimmstrecke erreichten wir das Wrack, das auf der rechten Seite im Sand liegt und vielen Meeresbewohnern einen Rückzugsort bietet. In der maximalen Tiefe von nur 13 Metern hatten wir ausreichend Gelegenheit, das Wrack gründlich zu erkunden. Wir entdeckten eine Muräne zwischen den Trümmerteilen sowie einen Zackenbarsch, der sich geschickt verborgen hielt.

Auf dem Rückweg wählten wir die Route über die Nordseite der Insel und machten Rast im kleinen Ort Marciana. Dort bewunderten wir die beeindruckende Seilbahn, die zu dem höchsten Punkt der Insel, dem Monte Capanne (1017 m NN), führt. Leider reichte die Zeit nicht aus, um auf den Gipfel zu fahren, also erkundeten wir stattdessen die charmanten Gassen des Ortes und genossen einen genussvollen Stopp in einer Bar mit atemberaubender Aussicht.
Den Tag ließen wir bei einem Abendessen in Porto Azzurro ausklingen. Der Blick über den Hafen und das mediterrane Flair machten unseren Abend perfekt. Leider drehte der Wind in der Nacht auf Süd, sodass wir die Tauchplätze direkt vor der Basis nicht mehr ansteuern konnten. Stattdessen verlagerten wir unsere Aktivitäten in den Norden der Insel, und die kleine Felseninsel vor Portoferraio, Lo Scoglietto, wurde unser neues Ziel. Unter der Wasseroberfläche erwarteten uns große Barrakudaschwärme und Zackenbarsche in Hülle und Fülle. Auch ein beeindruckender Stockanker in 25 Metern Tiefe wurde entdeckt, was alle Teilnehmer in großes Staunen versetzte.
Die Zeit auf der Insel verging viel zu schnell. Am letzten Tag erkundeten wir die Inselhauptstadt Portoferraio. Durch einen kleinen Tunnel gelangten wir in die Altstadt und folgten der steilen Straße bis zum Eingang der Festung „Forte Falcone“. Der herrliche Ausblick über die Stadt und die Bucht war der perfekte Lohn für unsere Mühen. Auf dem Rückweg zum Hafen passierten wir die Villa Mulini, den Stadtsitz von Napoleon Bonaparte während seiner Verbannung. Im malerischen Yachthafen entdeckten wir zudem zwei Schiffe, die für die nächste Vereinsfahrt in Aussicht standen.

Den Abschluss unserer Reise bildete ein Halloween-Abend in unserer Unterkunft „Al Pozzo“, den wir mit Burgern und Wein feierten. Alle Teilnehmer waren sich einig: Das war eine unvergessliche und tolle Fahrt!